1950 und 1960er Jahre: Neue Bergheimaten entstehen

Seit Georg K. Steyer Schatzmeister war, war die "Drogerie zum Krokodil" in der Karlstraße die Geschäftsstelle der Sektion Fulda - mit Aushängen in Schaufenstern und einer erster Broschüre, dem "Kleinen Wegweiser".

 

1952

· Toni Heurich gründete 1952 die Kletterabteilung und wurde Leiter der Bergsteigergruppe; Touren wurden jedoch meist von einzelnen Sektionsmitgliedern durchgeführt; ihm folgten Peter Jaroschenko und Fritz Matzke.

· Auf Anregung der Mitglieder erschien - zunächst vierteljährlich - das erste Opens internal link in current windowMitteilungsheft. Es war der Ersatz für den "Kleinen Wegweiser", verbesserte Kommunikation innerhalb des Vereins und berichtete über Vorgänge in der Sektion, wichtige Verlautbarungen, Berichte von Wanderungen und Touren.

· Dr. Karl Blaschek wurde erster Wanderwart. Von da an gab es eine organisierte Form von Opens internal link in current windowGemeinschaftswanderungen.

· Es wurden Weiterbildungen zum Sommerbergsteigen absolviert, was zu einem hohen Zulauf bei der Kletter- und Jugendgruppe.

· Eine Schülergruppe für 8-14 jährige wurde gegründet.

· Ab Oktober fanden an jedem Wochenende Bergsteigerlehrgänge auf der Opens internal link in current windowEnzianhütte statt.

 

1955

· Gustav Martins wird 1. Vorsitzender, verlieh der Sektion einen gesellschaftlichen Touch und vereinigte die unterschiedlichen Interessengruppen. Gesellschaftliche Höhepunkte waren der Masken- und Kostümball (gehörte dann in den 70er Jahren zum Höhepunkt der Fuldaer Fastnacht), der Lumpenball auf der Enzianhütte, das Oktoberfest, das Martinsfest und die Nikolausfeier.

· Im Café Thiele wurden monatliche Mitgliederversammlungen durchgeführt.

· Die Fuldaer Gebirgs- und Wandervereine wurden gegründet. Später übernahmen ihre Ziele die Naturschutzverbände.

 

1956

· Gründung der Lauterbacher Jugendgruppe im DAV.

· 30. November Gründung der Bergsteigergruppe durch Dr. Med. Eucker.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1957

· Der Sektionsverbandstag des Sektionsverbandes Hessen findet auf der Enzianhütte statt.

· Die Jugendgruppe hat 35 Mitglieder, darunter 23 Lauterbacher.

 

1958

· Im Februar tagen der Verwaltungsausschuss und Hauptausschuss des Alpenvereins auf der Enzianhütte.

 

1960

· Die Bad Hersfelder Sektion wird in das Mitteilungsblatt aufgenommen.

· Auf der Enzianhütte werden am 10. Dezember 1960 die Jugendräume eingeweiht.

 

1962

· Ein Alpiner Pfad zwischen Straße Grabenhöfchen und Dietges durch die Wolfsschlucht wird auf Wunsch seines Namensgebers angelegt: der Dr. Werner-Blümel-Weg.

 

1963

· Regelmäßig Veranstaltungen in Form von Lichtbildvorträgen.

 

1964

· Das Turmzimmer auf der Enzianhütte wird als Sektionszimmer eingeweiht und erhält den Namen" Heinzelmännchenstube".

· Einzug der Jugend in die Kellerräume als "Fundament der Sektion" die Ausgestaltung erfolgte durch Eigenleistung der Jugend.

· Die Jugendräume auf der Enzianhütte werden um einen Mädchenschlafraum erweitert.

 

1967

· Die Sektion erhält ihre erste eigene Opens internal link in current windowGeschäftsstelle mit Bücherei in der Ohmstraße. Diese war nun Mittelpunkt des Vereinslebens.

· Das Opens internal link in current windowMitteilungsblatt enthält letztmals Informationen der Sektion Bad Hersfeld.

· Mit dem Vorsitzenden Carl Ferdinand (Ferdi) Schloenbach konnten sich alle Gruppen identifizieren - neben dem gesellschaftlichen Leben wurden auch die Belange der Bergsteiger berücksichtigt.

· Von 1967 bis 1972 Fritz Matzke und Erich Trabert Leiter der Bergsteigergruppe.

 

 

Enzianhütte

Auf der Opens internal link in current windowEnzianhütte steigen die Übernachtungszahlen schnell an: waren es 1950 noch 320 Übernachtungen und 780 Tagesgäste stieg die Zahl ein Jahr später bereits auf 401 Übernachtungen und 1.305 Tagesgäste. Deshalb dachte man rasch über eine Erweiterung nach und bereits 1951 war Baubeginn für die "neue" Enzianhütte.

Zur Finanzierung des Bauprojektes hatten die Mitglieder die Möglichkeit, Bausteine zu zeichnen oder Prämiensparlose zu erwerben. Außerdem gab es eine einmalige Mitgliederumlage (9.12.) und man "schnorrte" sich Baumaterial.

Am 2. August 1953 erfolgte die Grundsteinlegung an der Enzianhütte, am 26. September das (1.) Richtfest. Leider wurde durch einen Orkan am 15./16. Juni 1954 das Dach der Enzianhütte weggerissen und so musste es am 10. April 1954 ein 2. Richtfest geben. Am 18. Dezember 1955 war die Übergabe der Enzianhütte an die Sektion, bevor am 1. Juli 1956 die offizielle Einweihung der Enzianhütte im Rahmen eines Bergfestes, das nun zur Tradition wurde, gefeiert wurde.

 

 

Fuldaer Höhenweg

1958 kam die Idee auf, über einen neuen Höhenweg den Namen Fulda in den Alpen bekannt zu machen, da man ja keine eigene Hütte besaß. Diese Idee unterstützen auch besonders die Bergsteigergruppe sowie die Jugend/Jungmannschaft.

1959 kam dann die Bitte von der Sektion Frankfurt an die Sektion Fulda, sich um den Weg zwischen der Riffelsee-Hütte und Taschach Haus im Pitztal zu kümmern und der Beschluss, den Weg als Geburtstaggeschenk für die Sektion Frankfurt zu bauen.

Der Weg soll zur Bergheimat der Fuldaer Sektion werden und wurde durch Arbeitseinsätze der Gruppen der Sektion und der Jugendgruppe gebaut.

Am 10. September erfolgt die Einweihung und Erstbegehung des Opens internal link in current windowFuldaer Höhenwegs im Pitztal, der 11 km lang ist und ohne nennenswerte Höhenunterschiede auf einer Höhe von ca. 2.400 hm mit Blick auf die Ötztaler Eiswelt verläuft; die Gehzeit beträgt ca. 3 Stunden in südliche Richtung von der Riffelseehütte zum Taschachhaus.

 

 

 
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