Die Zeit bis 1950: Kriegszeit und Wiederaufbau

Im Jahr 1909 besteht die Sektion überwiegend aus Honorationen der Stadt Fulda und zählt 70 Mitglieder. In den ersten 25 Jahren ihres Bestehens hatte die Sektion in ihrem Wirkungskreis fussgefasst und ihren Mitgliedern die Schönheit der Alpen und die Freude am Wandern im Hochgebirge vermittelt.

 

1912 sank die Mitgliederzahl - bedingt durch Krieg und Inflation - von 100 auf 30 Mitglieder. Ab 1919 wird der Fuldaer Weg nicht mehr von der Sektion Fulda betreut, da Südtirol von Österreich an Italien abgetreten werden musste. Prägende Figur in den Zeiten des Krieges war Schatzmeister Georg K. Steyer. Er bewahrte die Sektion 1924 sogar vor ihrer Auflösung, in dem er wieder neue Mitglieder für den Alpenverein begeisterte und Veranstaltungen sowie gesellschaftliche Kreise organisierte.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs (1945) wurde der Alpenverein verboten und die Überlebenden mussten zunächst wieder ihr Leben in geordnete Bahnen lenken. Wieder war es Steyer als stellv. Vorsitzender und Kassierer, der nach dem Krieg die alten Bergfreunde (Dreierseilschaft Dr. med. Heinrich Sebald, Georg K. Steyer, Dr. Hommens) sammelte und sie wieder für den Alpenvereins-Gedanken begeisterte

 

1947 war das Jahr des Wiederaufbaus der Sektion - zunächst mit 50 Mitgliedern unter dem 1. Vorsitzenden Dr. med. Heinrich Sebald, der die Sektion auch als Vorsitzender durch die Kriegsjahre geführt hatte. Damit liegt der Wiederaufbau unserer Sektion noch vor dem Oktober 1950, in dem der Alpenverein in Würzburg neu gegründet wurde. Zu den Aktivitäten des wiederaufgebauten Vereins gehörten die Aufstellung eines Wanderplans, die Durchführung von Wanderungen, ein Stammtisch, ein umfangreiches Vortragsprogramm sowie die Führung zahlreicher kleinerer Gruppen ins Hochgebirge. Diese Angebote sorgten für Begeisterung und eine Steigerung der Mitgliederzahl auf 100 Mitglieder.

 

Bald darauf entstand dann auch der Wunsch innerhalb der Sektion nach einer eigenen Hütte. Wieder trieb Georg K. Steyer diesen Plan voran: eine eigene Alpenvereins Hütte als Treffpunkt zur Pflege des alpinen Gedankengutes in der Rhön zu haben - denn: die Wege ins Gebirge waren auch noch aus Kriegszeiten versperrt. Die Sektion erwarb eine kleine Hütte auf der Erika-Alm (auf der Harbacher Hute, nicht weit vom Bahnhof Milseburg). Bald entstand jedoch der Wunsch nach einer größeren Hütte, da hier nur sechs Personen Platz fanden.


Schließlich erwarb man eine gebrauchte Holzhütte (Baubude) und errichtete sie auf dem Weiherberg. Richtfest für die "Enzianalm" genannte Hütte (denn beim Aufbau wurde Enzian gefunden) war am 2. Oktober 1949. Sie bot Platz und Übernachtungs-möglichkeiten für 20 Personen. Die ersten Übernachtungspreise waren: 50 Pfennig für Mitglieder; 1 DM für Gäste.

 
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