Mitgliederversammlung 2022 | © DAV Sektion Fulda

Vielfalt und Wachstum

29.04.2023

Unsere Sektion blickte in ihrer Mitgliederversammlugn auf das Vereinsjahr 2022 zurück.

Am Beginn der Sitzung im Petersberger Propsteihaus stand zunächst der Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden, Michael Rutkowski. Er stellte besonders das anhaltende Mitgliederwachstum heraus, das im Berichtsjahr 2022 die 6.000er-Marke überschritten hatte. Er begründete dieses starke Interesse an der DAV Sektion Fulda mit dem Wunsch der Menschen, die Berge, die Natur und den Bergsport zu erleben - sei es, individuell oder in Gruppen.

In seinem weiteren Bericht blickte er zunächst auf das „Großprojekt“ des Jahres 2022, die Neuverpachtung der Enzianhütte. Der Vorstand habe in Zusammenarbeit mit der Projektgruppe eine Vielzahl an Aufgaben bearbeiten müssen: neben der Ausschreibung, die Sichtung der Bewerber und schließlich die Entscheidung für die neuen Pächter, aber auch die Abwicklung des bestehenden Vertragsverhältnisses sowie der Blick nach vorn: „Wir haben in Form einer Machbarkeitsstudie auch die Frage auf den Weg gebracht: Wie soll die Hütte weiterentwickelt werden.“, so Rutkowski.

Ein weiteres „Großereignis“ im letzten Jahr sei das 10-jährige Jubiläum des Kletterzentrums gewesen, das mit einer zweitägigen Veranstaltung im Sommer gefeiert wurde. Neben einem Jubiläumsabend, bei der die Sektion zahlreiche Ehrengäste und Ideengeber des Kletterzentrums begrüßen konnte, waren am Folgetag zum einen die Öffentlichkeit im Rahmen eines Tags der offenen Tür sowie die ehrenamtlich Aktiven am Abend zu einem Dankesfest für ihren Einsatz während der Coronazeit eingeladen.

Den Gruppenberichten stellte Rutkowski das Thema Inklusion voran, das sich dank der engagierten Leistung von Referentin Xenia Fabeck 2022 stark weiterentwickelte. Neben der regelmäßigen Klettergruppe fand auch ein Wettkampf von Special Olympics Hessen im Kletterzentrum statt und ein Wanderrollstuhl ermöglicht zusätzliche Aktivitäten. Zudem ist Xenia Fabeck zur Referentin Inklusion beim DAV in München ernannt worden und ist somit DAV-weit für die Weiterentwicklung dieses Themas verantwortlich. Neben Christian Günther, der im DAV-Klimaschutzprojekt mitarbeitet, und Carmen Huder, die sich in der DAV Kommission Ehrenamt engagiert, ist sie bereits die dritte Vertreterin der Fuldaer Sektion in München.

Dass die Gruppenarbeit in 2022 wieder nach den pandemischen Einschränkungen voll angefahren war, belegte lt. Rutkowski auch eine rege Teilnahme der Leistungsgruppe an regionalen und überregionalen Wettkämpfen, bei denen sich die Sektion über einige Podestplätze freuen konnte. Bis hin zum Vize-Meistertitel von Katharina Werthmüller beim nationalen Paraclimbing-Wettbewerb. Auch eine Stadtmeisterschaft im sektionseigenen Kletterzentrum habe nach langer Zeit wieder stattgefunden.

Gruppenarbeit zeigt Vereinsvielfalt

Generell sei die Jugendarbeit in der JDAV zu einer der stärksten Gruppen geworden - mit über 50 Jugendleitern, zahlreichen Gruppen und einem vielfältigen Programm. Ein ebenfalls abwechslungsreiches Programm hätte 2022 die Familiengruppe auf die Beine gestellt - von der Kanufahrt auf der Fulda bis hin zur Hochgebirgs-Hüttentour. Ein ganz neues Thema habe die Mountainbike-Gruppe im letzten Jahr eingebracht, die sich für die Einrichtung eines stadtnahen Trails - für die wachsende Zahl der MTB-Sportler in der Sektion - stark machen wolle. Insgesamt sei das Touren- und Kursprogramm der Sektion mit über 150 Teilnehmenden in rund 50 Touren, Kursen und Wanderungen wieder gut angenommen worden.

Auch das Kletterzentrum laufe nach den Corona-Einschränkungen wieder gut an. Dazu trage u.a. ein flexibles Zutrittssystem bei, das es ermöglicht, unabhängig von den Öffnungszeiten die Halle zu nutzen. Zudem würde das ehrenamtliche Team stets für attraktive Kletterrouten sorgen. Zu einer festen Anlaufstelle für die Mitglieder sei auch die Geschäftsstelle der Sektion mit ihrer Bibliothek und der Ausleihe geworden.

Blick nach vorn

Zur Überleitung seines Ausblick blickte Rutkowski auf das Thema Klimaschutz, das die Sektion in den kommenden Jahren intensiv verfolgen werde, um das Ziel des DAV - Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen - zu unterstützen. Hier sei der Vorstand glücklich, mit Christian Günther einen sehr versierten Ansprechpartner für das Thema gefunden zu haben.

Gleichzeitig rief er alle Mitglieder auf, sich in die Weiterentwicklung der Sektion einzubringen, sei es, mit ihren Ideen oder ihrer aktiven Unterstützung z.B. als Trainer oder Tourenleiter. Denn das Umfeld werde wohl im Zuge von Inflation und Kostensteigerungen auch für die Sektion nicht einfacher werden. Sein Dank galt am Ende des Berichts allen ehren- und hauptamtlich Aktiven und seinen Vorstandskollegen.

Zukunftsprojekt Klimaschutz

Im Anschluss an die Gruppenberichte blickte Christian Günther speziell auf das Thema Klimaschutz und zeigte auf, welche Aufgaben im Rahmen der Emissionsbilanzierung vor der Sektion lägen - gerade die Mobilität sei eine große Baustelle. Hier gelte es, nach den Maßgaben des DAV „Vermeiden, reduzieren und kompensieren“ neue Wege zu finden. Neben der angelaufenen Bilanzierung würden aktuell auch erste Projekte wie der Einbau von LED-Beleuchtung oder der Bau einer Photovoltaikanlage umgesetzt. Und er appellierte an alle Mitglieder Klimaschutz über den Tellerrand zu denken.

Neustart auf der Enzianhütte

Für die neuen Pächter der Enzianhütte stellte sich Patrick Bohl den Mitgliedern vor - Maximilian Harth und René Stolz waren auf der Hütte im Einsatz. Das Trio würde sich sehr über die neue Aufgabe freuen und aktuell viele Rückmeldungen der Gäste aufnehmen, da sie tolle Gastgeber für alle Menschen sein wollen.

Richard Hartwig blickte als Leiter der Projektgruppe nochmals auf den Verpachtungsprozess, aber auch nach vorn. Die Sektion wolle die Hütte zu einem gastlichen Ort mit eigener DAV-Handschrift machen. Daher untersuche man im Rahmen einer Machbarkeitsstudie, wie die Hütte weiterentwickelt werden könne. Sobald belastbare Zahlen dazu vorlägen, werde man die Mitglieder wieder informieren. Erste Modernisierungsmaß-nahmen, z.B. im Übernachtungsbereich, habe man bereits vorgenommen.

Stabile Finanzentwicklung

Schatzmeisterin Vanessa Günther blickte am Ende der Versammlung auf die finanzielle Entwicklung der Sektion. Zum Vergleichsjahr 2021 seien die Kosten 2022 gestiegen, was auf die wieder angelaufenen Vereinsaktivitäten nach Corona zurückzuführen sei. Trotzdem konnte die Sektion insgesamt ein gutes Plus für das Mitgliedsjahr 2022 erreichen, was sehr erfreulich sei. Dies bestätigten ebenfalls die Kassenprüfer Marc Wehner und Dieter Puschmann, die dem Vorstand ein gutes Zeugnis für seine Arbeit ausstellten und demnach dessen Entlastung beantragten, was die Mitgliederschaft auch bestätigte.

Basis der Sektions-Jugendarbeit

Jugendreferentin Anke Vogt brachte schließlich noch die im Mai letzten Jahres neu gefasste Sektionsjugendordnung zur Genehmigung in die Mitgliederversammlung ein. Sie regelt die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Jugendlichen in der Jugendarbeit der Sektion und die gemeinsame Zusammenarbeit, die zukünftig vielfältig und digitaler gestaltet werden soll. Diesen Schritt unterstütze auch die Mitgliederschaft und stimmte der neuen Sektionsjugendordnung zu.

2.255 Jahre Vereinstreue

Im Vorfeld der Mitgliederversammlung ehrte der Vorstand noch die langjährigen Mitglieder der Sektion, die es auf insgesamt 2.255 Jahre Vereinszugehörigkeit brachten - darunter 55 Jubilare mit 25 Jahren und 15 mit 40 Jahren Vereinstreue. Ganze 50 Jahre sind Manfred Apel, Wolfgang Muecke und Harry Reiter bereits Mitglieder der DAV Sektion Fulda. Und mit Dr. Thomas Schmitt und Eckard Hofmann freute sich die Sektion über die seltenen Jubiläen der 60- und sogar 70-jährigen Mitgliedschaft. Nach so vielen Mitgliedsjahren kommen auch viele Bergerlebnisse zusammen, die die Jubilare in einer kleinen Feierstunde austauschten.