Fuldas höchster Punkt ausgerufen

Das österreichische Pitztal hat seit vergangenem Samstag eine Fulda-Lilie und Fulda einen neuen höchsten Punkt, denn: unsere Sektion hat am 24. August im Pitztal eine neue Wegmarke am Fuldaer Höhenweg in Form einer stilisierten Lilie eingeweiht – und damit Fuldas höchsten Punkt auf 2.519 m ausgerufen.

Im Jahr 2019 hat unsere Sektion gleich doppelten Grund zum Feiern, denn: zum einen begeht der DAV Hauptverband in München sein 150-jähriges Jubiläum und zum anderen feiert Fulda – die Heimatstadt des Vereins – ihr 1.275-jährges Stadtjubiläum. Diese beiden Jubiläen würdigen und zukünftig an sie erinnern wird nun eine neue Wegmarke am Fuldaer Höhenweg im österreichischen Pitztal.

Bei der feierlichen Einweihung am vergangenen Samstag, 24. August, waren bei bestem Bergwetter neben ehrenamtlich Aktiven der Sektion auch Fuldas Oberbürgermeister a.D. Gerhard Möller, Thomas Neuner vom Pitztaler Tourismusverband und die Hüttenwirte des Taschachhauses Christoph und Barbara Eder zugegen.

„Es ist eine besondere Ehre für uns, diese Wegmarke am Fuldaer Höhenweg errichten zu dürfen und damit an die Verbundenheit zwischen unserer Sektion und dem Pitztal sowie unserer Sektion und ihrer Heimatstadt Fulda zu erinnern.“, so Michael Rutkowski, 1. Vorsitzender der DAV Sektion Fulda, bei der feierlichen Eröffnung des 2m hohen und ca. 1t schweren Monumentes, gestaltet von den Gebrüdern von Keitz aus Harmerz.

„Gleichzeitig wollen wir mit der Wegmarke im Besonderen unser gemeinsames Bemühen unterstreichen, die Schönheit der Bergwelt auf naturverträgliche Weise für die Bergwanderer zu erschließen“, so Rutkowski weiter. Denn zum Verweilen und bestaunen der umliegenden Berg- und Gletscherwelt am Hinteren Eiskastenbach lädt auch eine umlaufende Sitzbank ein, die Teil der neuen Wegmarke ist und den Wanderer zum Innehalten in dieser wunderschönen Natur einladen soll. Zum Abschluss seiner Worte dankte Michael Rutkowski insbesondere Manfred Hagemann, Bernhard Klingebiel und Hermann Vogel und damit den ehrenamtlich Aktiven der Sektion, die die Entstehung des Monumentes – von der ersten Idee bis zum Aufbau im Pitztal – begleitet hatten. Ohne ihren Einsatz wäre diese besondere Jubiläumserinnerung nicht entstanden.

Eine Bildergalerie mit Impressionen von der Einweihung findet Ihr auf unserer Facebook-Seite.

Außergewöhnlicher Beitrag zum Fuldaer Stadtjubiläum

Gerhard Möller überbrachte in seiner Ansprache die Grüße der Stadt Fulda und insbesondere des amtierenden Oberbürgermeisters Dr. Heiko Wingenfeld. Er bedankte sich bei der DAV Sektion Fulda für das vorbildliche Engagement am Fuldaer Höhenweg und bezeichnete diesen Beitrag der Sektion zum Stadtjubiläum als außergewöhnlich und wünschte, dass die Lilie nun viele Wanderer auf Fulda aufmerksam mache.

Thomas Neuner vom Pitztaler Tourismusverband berichtete von der großen Beliebtheit des Fuldaer Höhenweges bei den Pitztal-Urlaubern. Er sei ein Highlight und er bedankte sich deshalb für die Arbeit der Fuldaer DAV Sektion vor Ort. Ebenfalls bedankten sich die beiden Hüttenwirte des am Fuldaer Höhenweg liegenden Taschachhauses, Barbara und Christoph Eder, für das Engagement der Fuldaer vor Ort im Pitztal.

Nach den Grußworten wurde die Lilie dann feierlich eröffnet, umrahmt von Akkordeonstücken aus der Rhön und dem Alpenraum. Danach trugen sich die Anwesenden in das Wegmarkenbuch ein, das bereits seit dem Aufbau der Wegmarke am Donnerstag rege genutzt wurde. An diesem Tag wurde die Lilie an ihren Platz gebracht und aus insgesamt vier Teilen zusammengesetzt, nachdem sie von der Fuldaer Spedition Brähler sicher ins Pitztal gebracht wurde..

Eigens zur Eröffnung der Wegmarke war die DAV Sektion Fulda mit knapp 30 ehrenamtlich Aktiven angereist und gemeinsam zum Taschachhaus am Talende aufgestiegen, von wo aus man den Standort der Wegmarke nach einer knapp 1-stündigen Wanderung erreicht. In verschiedenen Bergtouren hatten die Mitgereisten zudem die Möglichkeit, die Schönheit der umliegenden Berg- und Gletscherwelt zu erkunden.

Lange muss die Fuldaer Lilie im Pitztal aber nicht auf weiteren Besuch aus dem heimatlichen Fulda warten, denn bereits für die nächste Woche haben sich Wandergruppen aus der Region angekündigt.

Die Wegmarke und ihre Bedeutung

Die neue Wegmarke, in Form einer stilisierten Lilie (Symbol des Fuldaer Stadtwappens), errichtete die DAV Sektion Fulda aus Anlass der Jubiläen von Stadt Fulda (1.275 Jahre) und des Deutschen Alpenvereins (150 Jahre). Gestaltet von einer Handwerkerwerkstatt aus Harmerz wurde sie von den ehrenamtlich aktiven der Sektion am Fuldaer Höhenweg errichtet.

Sie soll ein Zeichen der Verbundenheit sein. Verbundenheit der DAV Sektion Fulda mit dem Pitztal und allen hier lebenden und arbeitenden Menschen. Gemeinsam hat man es sich zum Auftrag gemacht, die Schönheit der Pitztaler Bergwelt für die Bergfreunde auf naturverträgliche Weise zu erschließen. Um ihnen damit zu zeigen, wie wunderbar, aber auch vergänglich diese Schönheit ist und sein kann und alle aufgefordert sind, sie zu schützen und zu bewahren. Für diese Verbundenheit soll die Wegmarke ein sichtbares Zeichen sein. Das ebenfalls angebrachte Wegmarkenbuch soll die Besucher dieses Ortes dazu anregen, beim Verweilen auf der integrierten Sitzbank der Wegmarke über ihre eigene Verbundenheit mit der Bergwelt nachzudenken und dies dort in Worte oder Bilder zu fassen.

Über den Fuldaer Höhenweg im österreichischen Pitztal

1958 kam in der DAV Sektion Fulda die Idee auf, den Namen Fulda über einen neuen Höhenweg in den Alpen bekannt zu machen. Im Jahr 1959 trat dann die DAV Sektion Frankfurt mit der Bitte an die Fuldaer heran, sich um einen Weg zwischen der Riffelseehütte und dem Taschachhaus im Pitztal zu kümmern. Dem folgte der Beschluss der Fuldaer, den Weg als Geburtstagsgeschenk für die Sektion Frankfurt zu bauen.

Der Weg sollte zur Bergheimat der Fuldaer Sektion werden und wurde durch Arbeitseinsätze der Gruppen der Sektion und der Jugendgruppe erbaut.

Am 10. September 1960 erfolgte die Einweihung und Erstbegehung des Fuldaer Höhenweges, der insgesamt 11 km lang ist und den seitdem von den ehrenamtlich Aktiven der Sektion betreut und vielen hunderten Wanderer pro Jahr begangen wird.