Mitgliederzuwachs trotz Einschränkungen

Am 23. März hat unsere Sektion anlässlich ihrer Mitgliederversammlung auf ein ruhiges und durch die Pandemie geprägtes Vereinsjahr 2021 zurückgeblickt und gleichzeitig verhalten optimistisch den Blick auf 2022 gerichtet.

Auch bei dieser Mitgliederversammlung blickte unser 1. Vorsitzende, Michael Rutkowski, im Tätigkeitsbericht des Vorstandes auf ein Vereinsjahr zurück, dass durch die Auswirkungen der Pandemie geprägt gewesen sei. Neben einem angepassten Touren- und Kursprogramm hätten sich insbesondere an den Schließzeiten des Kletterzentrums die Auswirkungen auf das Vereinsleben gezeigt. Diese Zeiten seien durch Instandhaltungsmaßnahmen und auch die Einführung von Kurzarbeit und HomeOffice bei den hauptamtlich Tätigen überbrückt worden. Verstärkt in den Fokus sei in dieser Zeit auch die Digitalisierung des Vereins gerückt, die durch ein Projekt des Hauptverbandes in München zusätzlich unterstützt worden sei.
Nach dem Wiederanlaufen der verschiedenen Vereinsangebote seien alle Aktiven gefordert gewesen, die sich ändernden Regelungen stets korrekt umzusetzen. Hier ging der Dank von Rutkowski an alle ehren- und hauptamtlich Aktiven für ihr großes Engagement in dieser Zeit.

Erfreulich sei aber gewesen, dass sich der Verein trotz aller Einschränkungen über einen Mitgliederzuwachs freuen konnte, was laut Rutkowski auch auf ein gesteigertes Bedürfnis der Menschen, die Natur zu erleben, zurückzuführen sei. So seien die Mitgliedszahlen alpenvereinsweit im letzten Jahr gestiegen. Ein Trend, der sich auch in diesem Jahr weiter fortsetzen würde und sich in aktuell knapp 6.000 Mitgliedern der Fuldaer Sektion ausdrücke.

Und so blickte Rutkowski positiv in das angelaufene Jahr, das mit einem guten Zuspruch im Kletterzentrum sowie den ersten durchgeführten Aktivitäten des Sektionsprogramms gestartet sei.

Weiterhin sei es das Bestreben des Vereins, die Sektion für alle Mitglieder attraktiv zu halten und den Fokus verstärkt auf alpine Sportarten zu richten. Hier seien alle Mitglieder gefordert, mit ihren Anregungen und ihrem Engagement an diesem Ziel mitzuarbeiten.

Stellvertretend für die Schatzmeisterin Vanessa Günther, die krankheitsbedingt abwesend war, stellte Michael Rutkowski dann den Finanzbericht der Sektion vor. Nachdem das Vereinsjahr 2020 leider mit einem geringen Verlust abgeschlossen werden musste, konnte er für das Vereinsjahr 2021 wieder einen erfreulichen Gewinn vermelden, der laut Budgetplanung der Schatzmeisterin auch für dieses Jahr zu erwarten sei und die Sektion auf einem weiterhin guten finanziellen Fundament stehen lasse. Und so schlugen dann auch die beiden Kassenprüfer Marc Wehner und Dieter Puschmann nach einer eingehenden Prüfung der Finanzen im Vorfeld der Versammlung, den Mitgliedern die Entlastung des Vorstandes vor, welche auch einstimmig angenommen wurde.

Fokusthemen Enzianhütte und Klimaschutz

Zwei Themen, die Rutkowski bereits in seinem Tätigkeitsbericht erwähnt hatte, wurden dann nochmal als gesonderte Tagesordnungspunkte aufgegriffen.
Zunächst stellte Sektionsmitglied Richard Hartwig den aktuellen Sachstand zum Thema Enzianhütte vor, auf der zum Ende diesen Jahres die mehr als 30-jährige Ära des Hüttenwirtes Schorsch und seiner Frau Birgit zu Ende gehen wird. Eine Projektgruppe unter der Leitung von Richard Hartwig habe nun die Arbeit aufgenommen, um zum einen ein neues Nutzungskonzept zu erarbeiten und damit einhergehend potentielle Ertüchtigungsmaßnahmen zu prüfen. Ziel solle es sein, dass die Enzianhütte zukünftig stärker die Handschrift des DAV trage. Eines der Kernthemen sei dabei die Klimaneutralität, die der DAV bis Ende 2030 erreichen wolle. Gemeinsam mit einem regionalen Architekturbüro würde man nun bis zum Sommer eine nachvollziehbare Grundlage für die weitere Entscheidungsfindung schaffen.

Zum zweiten großen Thema – der geplanten Klimaneutralität des DAV – informierte Michael Rutkowski in Vertretung des erkrankten Klimaschutzreferenten Christian Günther. Nach der Beschlussfassung der DAV-Hauptversammlung im Jahr 2021 würden nun die Strukturen geschaffen, um das Projekt verbandsweit, aber auch in der Sektion in die Praxis umzusetzen. Hierzu würde Christian Günther nun eine Emmissionsbilanz aufbauen, die den CO2 Austausch der Sektion erfassen würde. Ziel sei es, CO2 möglichst zu vermeiden, zu reduzieren oder in letzter Konsequenz zu kompensieren. Im Rahmen des Projektes entstehe ein Klimaschutzbudget, das neben dem Klimaeuro, den alle Mitglieder für Klimaschutzprojekte an den DAV abführen, Maßnahmen zur Klimaneutralität aller DAV-Sektionen in verschiedenen Handlungsfeldern unterstützen solle.

Neue Ehrenmitglieder ernannt

Als Dank und Zeichen der Anerkennung für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in unserer Sektion schlug der Vorstand dann der Mitgliederversammlung vor, in diesem Jahr vier Mitglieder zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Neben der langjährigen Schatzmeisterin Hildegard Meckbach zählten der frühere Ausbildungsreferent Stefan Rieß, Wanderleiter Gunther Rutkowski sowie der langjährige Jugendreferent Hermann Vogel, der sich bis heute vielfältig für den Fuldaer Höhenweg im Pitztal einsetzt, zu den vorgeschlagenen Kandidaten, die schließlich durch die Mitgliederversammlung bestätigt und ernannt wurden.

Jahrzehntelange Vereinstreue
Bereits im Vorfeld der Versammlung ehrte die Sektion ihre langjährigen Mitglieder. Der Vorstand freute sich dabei besonders über ein eher seltenes Vereinsjubiläum: bereits seit 70 Jahren hält Lore Geipel dem Alpenverein die Treue. Auch Dr. Winfried Hommens zählt bereits seit 60 Jahren zu den Mitgliedern der Fuldaer Sektion. Auf mehr als 50 Jahre Vereinszugehörigkeit kamen insgesamt vier Mitglieder, darunter auch Ehrenmitglied und Altvorstand Norbert Weber. Zehn Mitglieder ehrte der Vorstand für ihre 40-jährige Mitgliedschaft, zu ihnen zählten der frühere Ausbildungsreferent Stefan Rieß und der ehemalige Schriftführer Eberhard Schmidt. Schließlich blickten noch 38 Mitglieder auf 25 Jahre Alpenverein zurück, zu denen viele aktive Bergsportler und Aktive der Sektion gehörten.