DAV Wanderausstellung Zukunft Alpen | © DAV Sektion Fulda

Einblicke in die Zukunft der Alpen

27.04.2026

DAV-Wanderaustellung zu Gast in unserem Kletterzentrum - schaut vorbei!

Unsere Sektion zeigt im Mai die DAV-Wanderausstellung „Zukunft Alpen. Die Klimaerwärmung“ im sektionseigenen DAV Kletterzentrum Fulda in Petersberg. Sie visualisiert eindrucksvoll die Veränderungen des Naturraums Alpen und zeigt die aktuellen Problemfelder, z.B. in den Tourismusgebieten und beim Bergsport, auf. 

Was haben ein Fels vom Fluchthorn, ein Eispickel und ein Sack Kichererbsen mit der Zukunft der Alpen zu tun? Antworten auf diese Frage liefert die DAV-Wanderausstellung „Zukunft Alpen. Die Klimaerwärmung“, die noch bis Ende Mai von unserer Sektion im Kletterzentrum gezeigt wird. 

Grundlage der Wanderausstellung „Zukunft Alpen“ ist die gleichnamige Sonderausstellung des Deutschen Alpenvereins im Alpinen Museum in München, die noch bis zum 30. August detaillierter auf die Klimaerwärmung im Alpenraum eingeht. Die mobile Wanderausstellung zeigt als „Ableger“ dieser Sonderausstellung mit beeindruckenden Zahlen, Informationen, Bildern und Exponaten, wie sich der Naturraum Alpen verändert. Aber auch, was jeder dazu beitragen kann, diese Veränderung zu verlangsamen. 

Denn: Die Klimaerwärmung ist eine der größten globalen Bedrohungen unserer Zeit. Besonders betroffen sind hier die Natur- und Lebensräume in den Alpen. Laut ExpertInnen werden die Temperaturen im Alpenraum bis Ende des Jahrhunderts deutlich stärker steigen als im globalen Vergleich. „Die damit einhergehenden Veränderungen und ihre Auswirkungen werden immens sein - und zeichnen sich bereits heute deutlich erkennbar ab“, erklärt Dr. Tobias Hipp, Geowissenschaftler im DAV-Ressort Natur- und Umweltschutz. „So nimmt beispielsweise die Zahl der massiven Felsstürze signifikant zu.“ Besonders eindrücklich: der große Felssturz am Fluchthorn im Juni 2023, in dessen Konsequenz der Gipfel nun 19 m niedriger ist - eines dieser Felsstücke ist in der Ausstellung zu sehen. „Die Liste der klimatischen Auswirkungen lässt sich mannigfaltig ausweiten“, so Dr. Tobias Hipp. „Beispielsweise um den Gletscherschwund und die daraus resultierende Wasserknappheit, mit der z.B. einige Hütten zu kämpfen haben.“ 

„Entsprechend liegt ein Augenmerk der Sonderausstellung auf den Ski- und Tourismusgebieten, verbunden mit der Fragestellung: Welche Umorientierungen werden angestoßen?“, so die Kuratoren der Ausstellung. „Im Vorfeld der Sonderausstellung haben wir Menschen befragt, die bereits jetzt von der Klimaerwärmung massiv betroffen sind oder sich intensiv mit ihren Folgen beschäftigen.“ Auf ihren Recherchen, Erkenntnissen, Geschichten, Fotografien und Objekten beruht diese Ausstellung.“

Gegliedert ist die Wanderausstellung in vier große Blöcke:

Der Bereich Verlieren zeigt beispielhaft, wie sich Extremwetterlagen auf Leben und Alltag auswirken, sich der Naturraum Alpen verändert, Pflanzen und Tiere sich anpassen müssen und auch die physische Gestalt des Hochgebirges sich wandelt. 

Doch auch die Anpassungen an die Klimaerwärmung verändern den Alpenraum massiv. Dies zeigt der Bereich Verfügen. Neben Erschließungsprojekten für erneuerbare Energien werden auch die Veränderungen in skitouristisch geprägten Gebieten aufgezeigt. Die BergbesucherInnen der Zukunft werden sich nicht nur in einer stark veränderten Alpenlandschaft bewegen, sondern müssen sich auch auf deutlich veränderte Rahmenbedingungen für den Bergsport einstellen. 

Mit den Zukunftsszenarien für die Alpen haben sich mehrere Jugendgruppen der JDAV auseinandergesetzt. Sie stellen im Bereich Erwarten Fragen, regen zur Reflektion an und zeigen, was in Zukunft auf uns zukommen könnte. 

Was können wir tun, um die Klimaerwärmung zumindest zu begrenzen? Im Bereich Handeln wird deutlich, dass das konkrete Handeln von Einzelnen eine zentrale Basis sein wird. Deswegen zeigt die Ausstellung Beispiele aus der Bergsportcommunity, die eine Anregung darstellen können. 

-> Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Kletterzentrums (Montag-Freitag: 16-22 Uhr, Samstag/Sonntag: 10-20 Uhr) besichtigt werden, der Eintritt ist kostenfrei.